Ad Skipping ist unumgänglich und dennoch kein Problem.

Drei Fragen an Sebastian Bexen, Director Digital Planning.

Video Advertisement boomt. Klar, schließlich erreicht sie junge, kaufkräftige Zielgruppen, informiert und emotionalisiert mit hohem Branding-Effekt. Video Advertising avanciert zum neuen Allround-Talent im Marketing und immer neue Ad-Formate werden entwickelt. Mittendrin ist die Diskussion um Skippable Ads noch immer präsent. Was es bei der Konzeption zu beachten gibt, diskutieren wir mit unserem Kollegen Sebastian Bexen, Director Digital Planning. Seine Antworten finden Sie hier.

Skippable Ads bleiben im Gedächtnis.

Ausgesiebt: Sieben Fakten zur Wirkung von Skippable Ads.

Menschen mögen keine Werbung. Skippable Ads, Werbeanzeigen, die nach einigen Sekunden übersprungen werden können, bieten uns beispielsweise die Möglichkeit, ihr auszuweichen. Ad-skipping ist ein weltweites Phänomen. Jedoch bestehen geringe Unterschiede in den Reaktionszeiträumen oder den Gründen für das Skipping. Das wird in der aktuellen Studie deutlich, die Magna im Auftrag der IPG Mediabrands durchführte. Danach ist Ad-skipping in Deutschland mit einer Rate von 50 Prozent ähnlich zu der in Großbritannien (52 Prozent) und Kanada (ebenfalls 52 Prozent). Damit liegt der prozentuale Anteil derer, die Videowerbung abbrechen etwas niedriger als beispielsweise in den USA (57 Prozent).

Was im TV funktioniert, kann online ein Reinfall sein.

Bei Online Video-Kampagnen steht der mobile Konsument im Mittelpunkt.

Noch bis vor einigen Jahren mussten Werbetreibende kaum um die Aufmerksamkeit der Zuschauer buhlen. Heute sieht das anders aus. Ob soziale Netzwerke, Instant Messaging oder Online Gaming – mannigfaltige Kanäle bemühen sich um die Aufmerksamkeit der Konsumenten. Diese Herausforderungen müssen wir akzeptieren und in der Länge von Spots widerspiegeln. Nur so schaffen wir Relevanz im Shift von klassischem TV zu Online Video-Kampagnen.

Ad Skipping ist ein gelernter Automatismus.

Auf den Punkt: Skippable Ads wirken, auch bei Abbruch.  

Skippable Ads werden im Vergleich zu Non-Skippable Ads negativ assoziiert. Zu stark ist die Meinung, dass die Werbebotschaft bei diesem Werbeformat nicht vollständig vermittelt wird. Wenn sich die Möglichkeit für Ad Skipping bietet, zögern die meisten User nicht lange, bevor sie den Skip-Button anklicken. In Deutschland geben sie der Ad 2,3 Sekunden Zeit. Skippable Ads bringen dennoch Vorteile mit sich. Der User ist frei in seinen Handlungen und kann die Anzeige nach seinem individuellen Belieben abbrechen. Die Frage ist allerdings, ob es vor diesem Hintergrund sinnvoll ist, in Skippable Ads zu investieren.

Skippable Video Ads: Marken profitieren auch bei Abbruch.

Im Fokus: Aktuelle Medienstudie fokussiert weltweites Ad-skipping Verhalten.

Ad Skipping ist mittlerweile zu einer Gewohnheit, einem Automatismus, geworden. Dieses Verhalten lässt sich nur schwer vermeiden. Auch wenn das Überspringen von Ads meist negativ konnotiert wird, ist erkennbar, dass sogar Ads, die abgebrochen werden, wirken. Die Werbeerinnerung setzt oft schon dadurch ein, dass gezeigte Logos zu Beginn abgespeichert und verinnerlicht werden. Branding in den ersten Sekunden eines Videos ist damit essentiell.