Die Quantität der Daten entscheidet.

Künstliche Intelligenz wird in der Marktforschung immer wichtiger. Erst recht, wenn wir Konsumenten mit jenen Inhalten erreichen wollen, die sie sehen wollen und die sie emotional berühren. Dabei ist vor allem im Bereich der sozialen Netzwerke, in denen eine Unmenge an Gesprächen, Gedanken und Meinungen stattfindet, enormes Potenzial vorhanden. Der entscheidende Punkt ist diese Informationen zu finden, auszuwerten und daraus die Insights zu generieren, die zu besseren Geschäftsentscheidungen führen. Das ist eines der Themen, die wir mit unserem Kollegen und Data Scientist Michael Sachau besprochen haben.

Initiative:

Die Welt von Big Data und Künstlicher Intelligenz (KI) bietet der Marktforschung eine Fülle neuer Instrumente. Rückt die klassische Befragung in den Hintergrund?

Michael Sachau:

KI verändert die Marktforschung in zwei Punkten. Erstens können gerade sehr große Datenmengen, die durch klassische Marktforschung erhoben werden, schneller, objektiver und genauer analysiert werden. Zweitens können neue Datenquellen, wie z.B. Textdaten aus sozialen Medien oder Bilddaten allgemein, erst durch KI richtig genutzt werden. Die neuen Datenquellen bieten viele neue Insights, allerdings können sie bei weitem nicht alles abdecken, was durch eine klassische Befragung erhoben werden kann. Insofern ist KI eher eine Erweiterung der Marktforschung und die klassische Befragung wird auch weiterhin eine zentrale Rolle spielen.

Initiative:

Daten kommt eine zentrale Rolle beim Einsatz von KI zu. Welche Daten brauchen wir?

Michael Sachau:

KI hat kein Hintergrundwissen und kann nur in den Daten, die ihr zur Verfügung stehen, Muster erkennen. Damit sie lernt, was sie lernen soll, müssen die Daten also die Realität möglichst umfangreich wiedergeben. Insofern benötigen wir so viele Daten wie möglich. Abhängig von den Daten können wir dann KI zu bestimmten Zwecken trainieren. Anhand von Spendings-, Sales-, Wetter- und allgemeinen Wirtschaftsdaten, kann KI lernen, den Umsatz zu prognostizieren und durch die KI können Rückschlüsse getroffen werden, die zu einer besseren Media-Aussteuerung führen. Aber auch aus anderen Datenquellen wie z. B. anonymisierten Kundendaten kann KI wertvolle Insights generieren.

Initiative:

Was ist deine Rolle als Data Scientist?

Michael Sachau:

Als Data Scientist bereiten wir bspw. die Daten für den Einsatz in KI-Projekten vor. Wir klassifizieren sie nach Relevanz für die jeweiligen Ziele und stellen unter anderem fest, wo Daten fehlen oder veraltet sind. Wir trainieren verschiedene KIs, evaluieren sie und wählen die Beste für die Anwendung aus. Im Vordergrund stehen dabei die Analyse und die Auswertung der Ergebnisse in Hinblick auf die Relevanz für unsere Kunden.

Initiative:

Wir verstehen uns als Zielgruppen-Agentur, die über die Bedürfnisse der Konsumenten genau Bescheid weiß. Zu welcher Generation/Zielgruppe zählst du und wie würdest du dein Mediennutzungsverhalten beschreiben? Hast du besondere Ansprüche an Werbung? Was ist dein Lieblings-Device?

Michael Sachau:

Ich gehöre zur Generation Y und bin, ehrlich gesagt, bis zu meinem Start bei Initiative mit einem Add-Blocker Werbung aktiv aus dem Weg gegangen. Durch klassische Fernsehwerbung bin ich nicht zu erreichen, da ich nur Streaming-Angebote nutze und auch Printmedien konsumiere ich nur online. Wenn mich Werbung erreicht, sollte sie personalisiert sein, damit sie auch einen Mehrwert für mich bietet. Mein Lieblings-Device ist das Smartphone als ständiger Begleiter. Zu Hause nutze ich auch oft meinen Laptop, aber selbst dann ist das Smartphone oft nicht weit.

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Jörn Illing

Director Strategy Group

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Meike Schnoor

Director Insights & Analytics

Meike Schnoor

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Christian Jonas Lea

Head of Strategy / Managing Partner

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