Integrierte Kommunikation für einen konsistenten Unternehmensauftritt.

Nachgefragt: Drei Fragen an Anika Holfert, Junior PR & Marketing Manager.   

Marketing, PR, Unternehmenskommunikation, Öffentlichkeitsarbeit. Ja, was denn nun? Jede Disziplin hat in der Theorie ihre eigene Definition. Die Grenzen sind fließend und verschwimmen vor allem mit der zunehmenden Digitalisierung immer mehr. PR und Marketing werden zunehmend unter dem Oberbegriff „Kommunikation“ zusammengefasst. Doch was passiert mit den Einzeldisziplinen? Hat klassische PR ausgedient? Dies und mehr haben wir Anika Holfert, Junior PR & Marketing Manager, gefragt.

PR als kanalübergreifendes Instrument.

Ausgesiebt: Sieben Fakten zur Nutzung der Public Relations.

Kommunikation ist das A und O der Kundengewinnung und -bindung. Mit den Technologien und Daten, die uns zur Verfügung stehen, können wir Informationen an allen Touchpoints der jeweiligen Customer Journey bereitstellen und das kanalübergreifend. Das bedeutet, dass wir Kommunikationsaktivitäten weniger fragmentiert und einheitlich über die Grenzen von PR und Marketing hinaus, planen und distribuieren können. Das ermöglicht eine integrierte Kommunikation – zumindest in der Theorie. Denn vielen Unternehmen mangelt es noch an der konsequenten Umsetzung. Weitere spannende Fakten zum Thema gibt’s hier.

Man kann nicht nicht kommunizieren.

Public Relations sind ein wichtiger Baustein im Kommunikationsmix.

Richtig eingesetzt kann Public Relations machtvolles Werkzeug im Kommunikationsmix sein. PR ist glaubwürdiger und effektiver als klassische Werbung – im Guten wie im Schlechten. Wird ein Produkt, eine Marke, eine Kampagne oder ein Unternehmen in den Medien positiv bewertet, vervielfältigt sich die Kampagnenwirkung in kürzester Zeit. Gewinnt eine negative Perspektive die Oberhand, lässt sich kaum dagegen anwerben.

Synergien aus PR und Marketing nutzen.

Auf den Punkt: Nur eine 360° Perspektive ist zielführend.  

Public Relations ist nicht mehr nur klassische Pressearbeit, sie übernimmt zunehmend Elemente des Marketings und der Unternehmenskommunikation. Zu Recht wird sie in vielen Ländern als Managementdisziplin gehandelt. PR ist mehr, als der reine Dialog mit der Öffentlichkeit. Sie muss als ganzheitliche Instanz betrachtet werden, deren Strategie es ist, digitale Kanäle, Social Media, Sponsoring, Investor Relations, Kommunikation mit dem Kunden und vieles andere miteinander zu verbinden. Voraussetzung für eine integrierte, crossmediale Kommunikation sind einheitliche Markenbotschaften auf allen Kanälen. Dieser Herausforderung nehmen wir uns in der PR an, ein einheitliches Storytelling ist nicht nur Basis gelungener Public Relations, sondern Erfolgsgarant für erfolgreiche Kommunikation.

Integrierte Public Relations auf allen Kanälen.

Im Fokus: Crossmediale Kommunikation setzt eine ganzheitliche Betrachtung voraus.

In der Informationsflut des Alltags können und wollen Menschen nicht jede Werbung wahrnehmen. Und sie können sie ausschalten. Nur wenn wir verstehen, wie Konsumenten denken, fühlen und handeln und wo sie sich entlang ihrer dynamischen Customer Journey informieren und inspirieren lassen, können wir mit Werbung und Kommunikation erfolgreich sein.

Ad Skipping ist unumgänglich und dennoch kein Problem.

Drei Fragen an Sebastian Bexen, Director Digital Planning.

Video Advertisement boomt. Klar, schließlich erreicht sie junge, kaufkräftige Zielgruppen, informiert und emotionalisiert mit hohem Branding-Effekt. Video Advertising avanciert zum neuen Allround-Talent im Marketing und immer neue Ad-Formate werden entwickelt. Mittendrin ist die Diskussion um Skippable Ads noch immer präsent. Was es bei der Konzeption zu beachten gibt, diskutieren wir mit unserem Kollegen Sebastian Bexen, Director Digital Planning. Seine Antworten finden Sie hier.

Skippable Ads bleiben im Gedächtnis.

Ausgesiebt: Sieben Fakten zur Wirkung von Skippable Ads.

Menschen mögen keine Werbung. Skippable Ads, Werbeanzeigen, die nach einigen Sekunden übersprungen werden können, bieten uns beispielsweise die Möglichkeit, ihr auszuweichen. Ad-skipping ist ein weltweites Phänomen. Jedoch bestehen geringe Unterschiede in den Reaktionszeiträumen oder den Gründen für das Skipping. Das wird in der aktuellen Studie deutlich, die Magna im Auftrag der IPG Mediabrands durchführte. Danach ist Ad-skipping in Deutschland mit einer Rate von 50 Prozent ähnlich zu der in Großbritannien (52 Prozent) und Kanada (ebenfalls 52 Prozent). Damit liegt der prozentuale Anteil derer, die Videowerbung abbrechen etwas niedriger als beispielsweise in den USA (57 Prozent).

Was im TV funktioniert, kann online ein Reinfall sein.

Bei Online Video-Kampagnen steht der mobile Konsument im Mittelpunkt.

Noch bis vor einigen Jahren mussten Werbetreibende kaum um die Aufmerksamkeit der Zuschauer buhlen. Heute sieht das anders aus. Ob soziale Netzwerke, Instant Messaging oder Online Gaming – mannigfaltige Kanäle bemühen sich um die Aufmerksamkeit der Konsumenten. Diese Herausforderungen müssen wir akzeptieren und in der Länge von Spots widerspiegeln. Nur so schaffen wir Relevanz im Shift von klassischem TV zu Online Video-Kampagnen.

Ad Skipping ist ein gelernter Automatismus.

Auf den Punkt: Skippable Ads wirken, auch bei Abbruch.  

Skippable Ads werden im Vergleich zu Non-Skippable Ads negativ assoziiert. Zu stark ist die Meinung, dass die Werbebotschaft bei diesem Werbeformat nicht vollständig vermittelt wird. Wenn sich die Möglichkeit für Ad Skipping bietet, zögern die meisten User nicht lange, bevor sie den Skip-Button anklicken. In Deutschland geben sie der Ad 2,3 Sekunden Zeit. Skippable Ads bringen dennoch Vorteile mit sich. Der User ist frei in seinen Handlungen und kann die Anzeige nach seinem individuellen Belieben abbrechen. Die Frage ist allerdings, ob es vor diesem Hintergrund sinnvoll ist, in Skippable Ads zu investieren.