Im Fokus: Relevanz von Social-Media-Marketing steigt.

Die sozialen Netzwerke wachsen und wachsen. Wie sehr, das zeigen nicht nur die immer weiter steigenden Nutzerzahlen. Beeindruckend ist vor allem ein aktueller Schnappschuss der Gesamtzahl aller Social-Dienste, wie ihn die amerikanische Tech-Site DigitalInformationWorld.com kürzlich veröffentlicht hat. Demnach kommen die 25 größten sozialen Netzwerke addiert auf insgesamt satte 13,5 Milliarden monatlich aktive Nutzerprofile. Laut den jüngst veröffentlichten WeAre-Social-Zahlen gibt es aktuell fast 3,2 Milliarden aktive Social-Media-Nutzer rund um den Globus.

Die Sozialen Medien beherrschen das Netz. Vielleicht beherrschen sie sogar unser Leben? Fest steht, wäre Facebook ein Land, wäre es das drittgrößte der Welt und Angela Merkel hat 2,5-mal so viele Follower wie Schweden Einwohner. Social Media entwickelte sich erfolgreich zum Dreh- und Angelpunkt der Kommunikation und hat sich in den letzten Jahren zunehmend professionalisiert. Diese Entwicklung ist mit großen Herausforderungen für Werbungtreibende und Agenturen verbunden. Marken kämpfen um die Aufmerksamkeit ihrer Zielgruppe, deren Anspruch an die Inhalte deutlich gestiegen ist. Erfolgreich ist, wer mit Relevanz punktet. Die Nutzer wollen hochwertige kreative Inhalte sehen, unterhalten werden – und das sieben Tage die Woche. Vergessen wir nicht, dass Menschen keine Werbung mögen. Schlimmer noch, sie haben die Möglichkeit, Werbung zu vermeiden. Was es dabei zu beachten gibt, haben wir Ihnen in der folgenden Trend-Übersicht zusammengetragen.

Trend # 1 Die organische Reichweite ist tot.
Die Tage kostenloser und organisch wachsender Reichweiten in Sozialen Medien scheinen gezählt. Mit Millionen von Posts auf Twitter, Facebook oder Instagram jede Stunde, jeden Tag, wollen Social Networks langfristig erreichen, dass man zahlt, um gesehen zu werden. Content Posts müssen jetzt mit Budget „geboostet“ werden, damit die Community die Botschaft überhaupt sieht. Mit der Änderung des Facebook Algorithmus Anfang 2018 ist die Chance auf ein Minimum gefallen, dass diejenigen, die eine Fanpage bewusst geliked haben, einen Post in ihrer Timeline sehen. Das „Boosten“ von Content allerdings funktioniert anders, als klassische Kampagnen. Es geht nicht nur um klassische KPIs, sondern auch um die inhaltliche Bewertung des Posts.

Trend # 2 Roboter ergreifen die Macht.
Unternehmen werden in 2018 mehr Budgets für die Umsetzung intelligenter Chatbots einplanen. Heute schon gibt es Bots, die automatisiert Fragen stellen und auf Basis der Antworten ein Angebot an den Benutzer versenden. Darüber hinaus werden sie häufig zum Versand von Pushnachrichten eingesetzt, um Content zu distribuieren. Damit sind Chatbots eine ernstzunehmende Alternative zum klassischen Newsletter – mit beachtlichen Conversionrates! Sobald WhatsApp sich für Unternehmen öffnet und eine offene Schnittstelle anbietet, werden auch Chatbots Einzug in die WhatsApp-Kommunikation halten.

Trend # 3 Influencer sind keine Nische mehr.
Influencer Marketing ist zu einem festen Bestandteil der Kommunikations-Strategie vieler Unternehmen geworden. Im gleichen Zuge werden die Kampagnen zunehmend professioneller umgesetzt. Influencer müssen die volle Transparenz akzeptieren, um ihre Daseinsberechtigung zu beweisen. Oft werden Kampagnen über sog. Influencer Plattformen abgewickelt, mit dem Ziel nicht nur effiziente und transparente Prozesse zu schaffen, sondern auch um maximale Datensätze zu generieren. Damit lassen sich Influencer Kampagnen mühelos mit klassischen Mediamaßnahmen vergleichen. Das Schlagwort der Stunde sind messbare KPIs.

Außerdem steigt die Bedeutung von Micro und Midsize Influencern, von denen sich Kunden eine hohe Authentizität versprechen. Marken werden den oftmals hochwertigen Influencer Content stärker in ihre Kommunikationsmaßnahmen einbinden.

Trend # 4 Social Video – aber bitte gut.
Der Konsument hat sich in Zeiten des mobilen Internets an audiovisuelle Inhalte gewöhnt. Diese Ebene ist schnell, echt und ungeschminkt. Der direkte und unmittelbare Charakter von Live Video Content vermittelt dem User eine Nähe zum Unternehmen, der Marke und den Produkten. Das stärkt Marken, denn gerade Authentizität hat in „Fake“-Zeiten eine steigende Relevanz für Konsumenten. Video Content ist und bleibt die entscheidende Content Form in Social Networks. Social-tauglicher Content wird selbst entwickelt oder in Kooperation mit Influencern erstellt und nicht auf dem klassischen Bewegtbild verlängert.

Trend # 5 Podcasts erobern die Radiocharts.
„Besser als Sex“, Lage der Nation“ oder „Mit Verachtung“– egal ob Nachrichten, Lifestyle, Wissensblogs, Hörbücher oder Comedy: Podcasts sind unsere neuen praktischen Alltagsbegleiter. 15 Prozent der deutschen Bevölkerung gibt an, wöchentlich Podcasts zu hören. Die größte Verbreitung finden Podcasts in der Zielgruppe der 30 bis 49-Jährigen. Diese Zahlen belegen ein großes Potenzial für Podcasts, die mit ihren vielfältigen Inhalten ein großes Potenzial für native Advertising bietet.

 Trend # 6 Alexa und Co. kommen ins Wohnzimmer der Deutschen.
Alexa, Siri, Cortana, Google. Plötzlich sprechen wir alle mit unseren Smartphones und anderen Geräten, um zu wissen wie das Wetter ist, wer den besten Burger macht oder wo das beliebteste Fitness-Studio ist. Sprachsuchen werden in 2018 massiv an Bedeutung gewinnen und Paid Search avanciert zum täglichen Werkzeug eines jeden Content-Marketers, um die Top 3 Platzierungen für die gewünschte Suche zu erreichen. Auch für die Markenführung bringen die neuen Technologien enorme Herausforderungen, denn nur gut geführte Marken, die im Gedächtnis der Konsumenten stärker und an vorderster Front verankert sind, werden auch gegenüber Alexa, Google oder Cortana an erster Stelle genannt.

 

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