Nachgefragt: Drei Fragen an Sebastian Riedel, Digital Supervisor

Der moderne Mensch von heute ist immer online, swiped, chattet, liked und macht ständig Selfies. Und das alles mit dem Smartphone. Für viele ist das Leben ohne dieses Gadget unvorstellbar. Doch wenn die Smartphones das Kommunikationsverhalten ganzer Gesellschaften prägen, was ist dann mit Massenkommunikation? Welche Trends die Kommunikation noch bedingen, haben wir mit unserem Kollegen Sebastian Riedel, Digital Supervisor, besprochen. Seine Antworten finden Sie hier.

Initiative: Smart Data treibt die personalisierte, immer individuellere Kommunikation voran. Hyperpersonalisierung ist auch in diesem Jahr eines der Themen der diesjährigen dmexco. Stirbt die Massenkommunikation langfristig aus?

Sebastian: Nein, eine Massenansprache wird für Marken im gesamten Marketing -Mix wichtig bleiben. Im digitalen Bereich ist ein klarer Trend zu erkennen, von „Homepage Takeovern“ zu personalisierten oder kontextuellen Werbemitteln. Dennoch ist es wichtig, eine Massenansprache nicht ganz zu vernachlässigen, besonders wenn es darum geht, in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Menschen mit einer bestimmten Botschaft zu erreichen, so wie das beispielsweise für Product-Launches im FMCG-Bereich der Fall ist.

Initiative: Voice Control und Virtual Reality (VR) sind beides technologiengetriebene Themen unseres Alltags. Aus deiner Sicht, was hat für Marketing Kampagnen das größere Potential?

Sebastian: Aus jetziger Sicht hat sich im täglichen Leben VC schon mehr etabliert als VR. User nutzen verstärkt Produkte wie Siri, Google now usw. VR wird bisher hauptsächlich über 360 Grad Videos ausgespielt, weil die Headsets noch zu umständlich sind. VR wird aber in Zukunft eine große Rolle spielen, wenn es darum geht, den User Markenbotschaften erleben zu lassen.

Initiative: Wir verstehen uns als Zielgruppen-Agentur, die über die Bedürfnisse der Konsumenten genau Bescheid weiß. Zu welcher Generation/Zielgruppe zählst du und wie würdest du dein Mediennutzungsverhalten beschreiben? Hast du besondere Ansprüche an Werbung? Was ist dein Lieblings-Device?

Sebastian: Ich zähle mich zur Generation Y. Und wie für viele der Ypsiloner ist auch für mich das Smartphone ein ständiger Begleiter. Der Nutzen, den mir dieses Device bringt, ist einfach nicht zu übertreffen. Es ist einfach und praktikabel, ich kann fast alles auf dem Gerät organisieren oder mir die Informationen suchen, die ich benötige. Dazu bin ich flexibel und muss nicht an einem Schreibtisch vor dem Laptop sitzen. Zudem hat das Handy den Vorteil, dass es kleiner als ein Tablet ist. Content muss daher in „Bitesize“ gepusht und ohne Flut an irrelevanten Informationen lesbar sein. Das bezieht sich auch auf werbliche Inhalte. Markeninhalte müssen entweder einfach und schnell zu verstehen sein, oder ein innovatives Erlebnis für mich darstellen.

 

Bastian Schwärmer

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Managing Director

Bastian Schwärmer

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Christian Jonas Lea

Head of Strategy / Managing Partner

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